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Zimmertypen im Hotel: Was Superior, Deluxe und Doppelzimmer wirklich bedeuten

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Aktualisiert am 27. August 2026

Wer wissen will, was ein Superior-Zimmer ist, hat meistens gerade eine Hotelseite offen und will nur eines klären: ob der Aufpreis für etwas Konkretes steht oder für ein längeres Wort. Die kurze Antwort ist, dass es vom Haus abhängt, weil diesen Begriff niemand definiert.

Zimmernamen im Hotel erzählen drei verschiedene Dinge, und es lohnt sich, sie auseinanderzuhalten: wie viele Personen darin schlafen, welches Bett darin steht, und an welcher Stelle der hauseigenen Leiter das Zimmer sitzt. Die ersten beiden sind verlässlich. Die dritte ist es nirgends.

Standard, Superior und Deluxe beschreiben eine Position innerhalb eines einzelnen Hauses, keine Note, die überall gilt. Einzelzimmer, Doppelzimmer und Zweibettzimmer sagen, wie viele Personen hineinpassen und wie die Betten stehen, und darauf ist Verlass. Suite bedeutet, dass das Schlafzimmer durch eine Wand oder eine Tür vom Wohnbereich getrennt ist. Und die Sterne sagen mehr über die Ausstattung als über die Quadratmeter.

Alle Zimmertypen auf einen Blick

Diese Tabelle bringt die drei Familien von Namen zusammen. Die ersten sechs Zeilen zählen Personen und Betten und bedeuten in fast jedem Haus dasselbe. Die übrigen sind Kategorien, die jedes Haus selbst festlegt.

Typ Personen Übliche Betten Was es bedeutet
Einzelzimmer 1 Ein Bett, 90 bis 120 cm Für eine Person gebaut. In Neubauten immer seltener.
Doppelzimmer 2 Ein Bett, 140 bis 180 cm Ein großes Bett für zwei. In Portalübersetzungen leider auch für Zweibettzimmer verwendet.
Zweibettzimmer 2 Zwei getrennte Einzelbetten Zwei Personen, die kein Bett teilen. Englisch: twin.
Doppelzimmer zur Einzelnutzung 1 Wie das Doppelzimmer Dasselbe Zimmer, an eine Person verkauft, zu einem Preis dazwischen.
Dreibettzimmer 3 Doppelbett plus Einzelbett Drei echte Schlafplätze, kein Notsofa.
Vierbettzimmer 4 Zwei Doppelbetten oder vier Einzelbetten Vier Schlafplätze. Oft als Familienzimmer verkauft.
Standardzimmer 1 bis 2 Je nach Haus Das Referenzzimmer des Hauses. Alle anderen Kategorien werden dagegen definiert.
Superior 1 bis 2 Je nach Haus Eine Stufe über Standard: Etage, Aussicht oder ein paar Quadratmeter mehr.
Deluxe 2 Doppelbett, oft breiter In den meisten Häusern über Superior. Mehr Platz, bessere Ausstattung.
Executive 1 bis 2 Je nach Haus Auf Geschäftsreisende zugeschnitten: Arbeitsplatz, manchmal Lounge-Zugang.
Juniorsuite 2 bis 3 Doppelbett plus Schlafsofa Großes Zimmer mit Wohnbereich, aber ohne trennende Wand.
Suite 2 bis 4 Schlafzimmer im eigenen Raum Zwei Räume, getrennt durch Wand oder Tür.
Familienzimmer 3 bis 5 Unterschiedlich Ein Vertriebsname, kein Fachbegriff. Kann ein Vierbettzimmer oder zwei Verbindungszimmer sein.
Studio oder Appartement 2 bis 4 Unterschiedlich, mit Schlafsofa Ein Raum mit Küchenzeile. Typisch für Aparthotels und Longstay.
Die ersten sechs Zeilen zählen Personen und Betten und sind stabil. Die übrigen legt jedes Haus selbst fest.

Superior-Zimmer: was das wirklich bedeutet

Von allen Fragen, die auf dieser Seite ankommen, dreht sich die Mehrheit um dieses eine Wort. Zu Recht, denn es klingt nach einer Bewertung und funktioniert wie ein Produktname.

Kategorienleiter im Hotel: Standard, Superior, Deluxe, Juniorsuite und Suite im Vergleich
Die Leiter läuft in den meisten Häusern von Standard bis Suite. Eine Minderheit dreht Superior und Deluxe um, und keinen der fünf Namen definiert jemand außerhalb des Hauses.

Was bedeutet Superior-Zimmer

Ein Superior-Zimmer liegt im selben Haus eine Stufe über dem Standardzimmer. Der Unterschied ist meist die Größe, die Etage, die Aussicht oder ein besseres Bad. Eine allgemeingültige Definition gibt es nicht, also ist es zu lesen als besser als unser Standardzimmer, und mehr nicht.

Es ist die meistgenutzte Kategorie überhaupt, weil sie fast nichts kostet: zehn Zimmer in den oberen Etagen und ein anderer Name im System. In manchen Häusern sind zwischen Standard und Superior zwei Quadratmeter und dreißig Euro, in anderen liegt eine völlig andere Zimmerqualität dazwischen.

Der ehrliche Umgang damit besteht darin zu sagen, was genau anders ist. Superior, 24 m², vierte oder fünfte Etage, Blick auf den Innenhof ist eine Beschreibung. Superior, für alle, die etwas mehr wollen ist keine, und sie erzeugt schlechte Bewertungen selbst dann, wenn das Zimmer gut ist.

Superior Doppelzimmer: zwei Angaben in einem Namen

Zusammengesetzte Namen wie Superior Doppelzimmer oder die Abkürzung DZ Superior sind leicht zu lesen, sobald klar ist, dass sie zwei voneinander unabhängige Angaben enthalten.

  • Superior ist die Kategorie, also die Position auf der Leiter dieses Hauses.
  • Doppelzimmer ist die Belegung samt Bettenanordnung.

Ein Superior Doppelzimmer ist also ein Zimmer der zweiten Kategorie mit einem großen Bett. Ein Superior Zweibettzimmer wäre dasselbe Zimmer mit zwei getrennten Betten, und kostet fast immer gleich viel, weil die Kategorie dieselbe ist.

Superior oder Deluxe: was ist besser

In der großen Mehrheit der Häuser steht Deluxe über Superior, ist also größer und teurer. Eine Minderheit dreht die Reihenfolge um, und keiner der beiden Begriffe hat eine offizielle Rangfolge. Die nützliche Frage ist deshalb nicht, welches Wort mehr wert ist, sondern was in diesem Haus konkret anders ist.

Vier Angaben, die mehr sagen als der Kategoriename

  • Die Quadratmeter. Die einzige vergleichbare Zahl. Steht sie nicht da, kann man danach fragen.
  • Die Bettbreite. 140 und 180 cm sind zwei verschiedene Nächte.
  • Etage und Ausrichtung. Zur Straße oder zum Hof ändert mehr als der Teppich.
  • Das Bad. Dusche oder Wanne, Fenster oder Lüftung. Oft liegt genau hier der reale Unterschied.

Deluxe-Zimmer: was das bedeutet

Ein Deluxe-Zimmer liegt über dem Standardzimmer und in den meisten Häusern auch über dem Superior. Üblicherweise bedeutet es mehr Fläche, bessere Ausstattung und oft einen Sitzbereich. Es bleibt ein einziger Raum: gäbe es eine trennende Wand, hieße es Suite.

Deluxe erzeugt von allen Begriffen die größte Enttäuschung, weil es nach Luxus klingt und in Wahrheit nur eine Position auf einer hausinternen Leiter beschreibt. Ein Deluxe-Zimmer in einem Drei-Sterne-Haus kann kleiner sein als ein Standardzimmer im Fünf-Sterne-Haus zwei Straßen weiter.

Standard, Komfort, Executive und die anderen Etiketten

Jedes Haus darf sich beliebig viele ausdenken, und viele tun es. Die verbreitetsten im deutschsprachigen Raum funktionieren alle gleich: sie beschreiben eine interne Position, keinen Standard.

  • Standardzimmer ist das Referenzzimmer, das günstigste, das als vollwertiges Zimmer verkauft wird.
  • Komfortzimmer steht meist an der Stelle, an der andere Superior schreiben.
  • Executive zielt auf Geschäftsreisende: echter Schreibtisch, Steckdose am Bett, manchmal Zugang zu einer Lounge.
  • Businesszimmer meint fast dasselbe, mit stärkerem Gewicht auf Arbeitsplatz und Anbindung.
  • Komfort Plus und ähnliche Zusätze sind Zwischenstufen, die entstehen, wenn ein Haus mehr Kategorien braucht als Namen.

Für die Hausseite lautet der praktische Rat, nicht über drei bis vier Kategorien hinauszugehen. Jede weitere muss fotografiert, beschrieben, übersetzt, bepreist und auf jedem Portal aktuell gehalten werden, auch wenn ein Channel Manager den Großteil der Verteilung übernimmt. Fünf Kategorien in einem Haus mit zwanzig Zimmern sind fünfmal die Arbeit, bei Unterschieden, die der Gast nicht wahrnimmt.

Einzelzimmer, Doppelzimmer und Zweibettzimmer

Das ist die verlässliche Hälfte der Einteilung. Sie zählt Personen, und gezählt wird überall gleich. Deutsch hat hier sogar einen Vorteil gegenüber anderen Sprachen: es unterscheidet sauber zwischen einem großen Bett und zwei getrennten.

Zimmertypen nach Belegung: Einzelzimmer, Doppelzimmer, Zweibettzimmer, Dreibettzimmer und Vierbettzimmer
Die sechs Typen nach Belegung und ihre üblichen Bettenanordnungen. Doppelzimmer und Zweibettzimmer haben dieselbe Belegung und zwei verschiedene Betten.

Was bedeutet Doppelzimmer

Ein Doppelzimmer ist ein Zimmer für zwei Personen mit einem großen Bett. Im deutschen Sprachgebrauch ist das die übliche Bedeutung, und sie steht im Gegensatz zum Zweibettzimmer mit zwei getrennten Betten.

Verwirrung entsteht fast immer durch Übersetzungen. Internationale Portale führen beide Varianten unter double room und twin room, und in der deutschen Fassung heißen dann beide Doppelzimmer. Wer eine Buchung von einem Portal bekommt, sollte deshalb die Bettenzeile lesen und nicht den Zimmernamen.

Für die Hausseite ist die Lösung banal und einmalig zu erledigen: die Bettenanordnung in den Namen des Zimmertyps schreiben. Doppelzimmer und Zweibettzimmer kosten ein paar Zeichen mehr und beenden die Diskussion an der Rezeption.

Doppelzimmer oder Zweibettzimmer

Das Doppelzimmer hat ein durchgehendes Bett ab 140 cm. Das Zweibettzimmer, englisch twin, hat zwei getrennte Einzelbetten. Gleiche Belegung, meist gleicher Preis, zwei völlig verschiedene Nächte.

Es gibt eine dritte Variante, die das Problem von der anderen Seite löst: zwei Einzelbetten, die sich zusammenschieben lassen und ein Doppelbett ergeben. Das ist die flexibelste Konfiguration, die ein Haus haben kann, weil dasselbe Zimmer an ein Paar und an zwei Kollegen verkauft werden kann, ohne dass etwas umgebaut wird. Der einzige Aufwand liegt bei der Wäsche, die es in beiden Größen geben muss, und in einer Zeile mehr auf der Reinigungscheckliste.

Twinzimmer: was ist das

Twin ist der englische Begriff für das Zweibettzimmer mit zwei getrennten Einzelbetten. Auf Portalen erscheint es als twin room, in deutschen Fassungen als Zweibettzimmer, Doppelzimmer mit getrennten Betten oder Zimmer mit zwei Einzelbetten.

Sagt die Beschreibung twin double oder Zimmer mit zusammenschiebbaren Betten, wird die Anordnung erst bei der Anreise festgelegt, oder bei der Buchung, wenn das Haus danach fragt. Nachfragen lohnt sich, weil längst nicht jedes Haus vorher bestätigt.

Doppelzimmer zur Einzelnutzung

Das Doppelzimmer zur Einzelnutzung, oft als DZ zur EZ-Nutzung abgekürzt, ist ein Doppelzimmer, das an eine Person verkauft wird. Das Zimmer ist identisch, nur der Preis liegt dazwischen, meist näher am Doppelzimmerpreis als am Einzelzimmerpreis.

Es ist verbreitet, weil in vielen Häusern echte Einzelzimmer fehlen. Für die Konfiguration gilt derselbe Grundsatz wie überall: das ist kein eigener Zimmertyp, sondern derselbe Typ mit anderer Belegung. Es gehört als Rate für Einzelbelegung angelegt, nie als separates Zimmer, sonst verdoppelt sich das Kontingent und niemand hält es in Einklang.

Dreibett-, Vierbett- und Familienzimmer

Das Dreibettzimmer nimmt drei Personen auf drei echten Schlafplätzen auf, meist ein Doppelbett plus ein Einzelbett. Das Vierbettzimmer vier, meist zwei Doppelbetten oder ein Doppelbett und zwei Einzelbetten. Familienzimmer ist ein Vertriebsname und kein Fachbegriff.

Vom Dreibettzimmer zu unterscheiden ist das Doppelzimmer mit Zustellbett: dort ist der dritte Platz ein Klappbett, das bei Bedarf hereingestellt wird. Beides wird zu unterschiedlichen Preisen verkauft und gehört unterschiedlich beschrieben, weil der Platz zum Bewegen nicht derselbe ist.

Wer den Namen Familienzimmer verwendet, sollte gleich dazuschreiben, was gemeint ist. Eine Familie mit zwei kleinen Kindern und eine mit zwei Jugendlichen suchen sehr Verschiedenes. Verbindungszimmer sind dabei die Ausnahme, die eine eigene Behandlung verdient, weil ihr Wert deutlich höher liegt als der eines Vierbettzimmers.

Die Betten: Einzelbett, französisches Bett, Doppelbett

Hier geht es von den Namen zu den Zahlen. Deutsche Betten sind fast immer 200 cm lang, was die Länge zum kleineren Problem macht. Der Unterschied steckt in der Breite.

Bettbreiten im echten Maßstab: Einzelbett, französisches Bett, Doppelbett, Queen und King in Deutschland, Großbritannien und den USA
Die Breiten im echten Maßstab. Der amberfarbene Balken ist das französische Bett: 140 cm für zwei Personen, also 70 cm pro Person.
Bezeichnung Breite Maß Anmerkung
Einzelbett 90 cm 90 × 200 cm Der Klassiker. In besseren Häusern auch 100 cm.
Kleines französisches Bett 120 cm 120 × 200 cm Für zwei Personen sehr knapp, für eine großzügig.
Französisches Bett 140 cm 140 × 200 cm 70 cm pro Person. In Stadthotels weit verbreitet.
King (Großbritannien) 150 cm 150 × 200 cm Kaum breiter als ein französisches Bett.
Queen (USA) 152 cm 152 × 203 cm Praktisch dasselbe Bett wie das britische King.
Queen (Deutschland) 160 cm 160 × 200 cm Die beliebteste Größe im Privathaushalt.
Doppelbett, King (DE) 180 cm 180 × 200 cm 90 cm pro Person. Der Hotelstandard in guten Häusern.
King (USA) 193 cm 193 × 203 cm Breiter als das deutsche King.
Super-King 200 cm 200 × 200 cm Quadratisch. Selten, aber es gibt sie.
Standardmaße von Matratzen je Markt, Herstellerangaben abgerufen am 27. August 2026. Einzelne Hersteller weichen um ein bis zwei Zentimeter ab.

Das französische Bett: der Stolperstein

Das französische Bett ist 140 cm breit und wird als Bett für zwei verkauft. Das sind 70 cm pro Person, also weniger, als ein Einzelbett einer einzelnen Person gibt.

Auf der Buchungsseite steht trotzdem oft nur Doppelzimmer, weil die Belegung stimmt. Für zwei Erwachsene, die eine Woche bleiben, ist das der häufigste Grund für eine mittelmäßige Bewertung bei ansonsten gutem Haus. Wer 140 cm anbietet, sollte die Zahl nennen; wer 180 cm anbietet, erst recht, weil das ein Verkaufsargument ist.

Doppelbett heißt oft zwei Matratzen

Ein deutsches Doppelbett mit 180 cm besteht in der Regel aus zwei Matratzen von je 90 cm in einem Bettgestell, mit zwei getrennten Decken. Für Gäste aus dem deutschsprachigen Raum ist das normal und meistens sogar erwünscht, weil jeder seine eigene Decke hat.

Internationale Gäste erwarten dagegen häufig eine durchgehende Matratze und eine große Decke, und bemerken die Fuge in der Mitte sofort. Beides ist legitim, aber es gehört in die Zimmerbeschreibung, wenn das Haus viele ausländische Gäste hat.

Queen und King auf Deutsch

Queen meint in Deutschland meist 160 × 200 cm, in den USA 152 × 203 cm. King meint in Deutschland 180 × 200 cm, in Großbritannien 150 × 200 cm und in den USA 193 × 203 cm.

Das britische King ist damit schmaler als ein deutsches Queen und kaum breiter als ein französisches Bett. Wenn ein Haus internationale Gäste hat, ist das genau die Stelle, an der der Zentimeterwert neben dem Namen den Unterschied macht.

Wie groß muss ein Hotelzimmer in Deutschland sein

Diese Frage hatte früher eine klare Antwort und hat sie heute nicht mehr, was kaum bekannt ist. Die Deutsche Hotelklassifizierung arbeitet mit Pflichtkriterien plus einer Mindestpunktzahl je Kategorie. Die Zimmergröße gehört heute zu den Kriterien, die Punkte bringen, nicht zu den Pflichten.

Mindestgröße von Hotelzimmern in Deutschland nach Sternekategorie: frühere Vorgaben und heutige Punktbewertung
Links die früheren Mindestgrößen, für klassifizierte Häuser nicht mehr bindend. Rechts die heutige Regelung: die Fläche bringt Punkte, ist aber für keine Kategorie Pflicht.
Kategorie Einzelzimmer, früher Doppelzimmer, früher Heute
1 Stern 8 m² 12 m² Keine Mindestfläche
2 Sterne 12 m² 16 m² Keine Mindestfläche
3 Sterne 14 m² 18 m² Keine Mindestfläche
4 Sterne 16 m² 22 m² Keine Mindestfläche
5 Sterne 18 m² 26 m² Keine Mindestfläche
Frühere Mindestgrößen nach DEHOGA, für klassifizierte Häuser nicht mehr bindend. Im aktuellen Kriterienkatalog bringt die Zimmergröße Punkte: ab 14 m² zehn Punkte, ab 18 m² fünfzehn, ab 22 m² fünfundzwanzig, ab 30 m² dreißig.
Was daraus praktisch folgt

Zwei Vier-Sterne-Häuser dürfen sehr unterschiedlich große Zimmer haben, und beide sind korrekt klassifiziert. Die Sternezahl ist deshalb kein Hinweis auf die Fläche. Die einzige belastbare Angabe sind die Quadratmeter, die das Haus selbst nennt.

Das ist übrigens nicht überall so. In Italien und in Spanien schreiben Regionen und autonome Gemeinschaften Mindestflächen tatsächlich vor. Deutschland hat sich für den umgekehrten Weg entschieden und regelt stattdessen die Ausstattung.

Welche Ausstattung ein Hotelzimmer haben muss

Das ist die Frage, auf die die Klassifizierung wirklich antwortet. Jede Kategorie erbt alles aus den darunterliegenden, es kommt also von Stufe zu Stufe etwas hinzu.

Pflichtausstattung im Hotelzimmer nach Sternekategorie: Schreibtisch, WLAN, Leselicht, Minibar, Sessel und Haartrockner
Was je Sternekategorie im Zimmer stehen muss. Deshalb sagt die Sternezahl mehr über die Ausstattung als über die Quadratmeter.
Ab dieser Kategorie Neu hinzukommende Pflichtausstattung im Zimmer
1 Stern Schreibtisch, WLAN, Haartrockner auf Wunsch
2 Sterne Schreibtisch mit Arbeitsfläche und Netzsteckdose, Leselicht am Bett, Minibar oder alternatives Getränkeangebot
3 Sterne Sessel mit Beistelltisch, Haartrockner im Zimmer
4 und 5 Sterne Zusätzlicher Sessel im Doppelzimmer
Auszug der zimmerbezogenen Pflichtkriterien aus dem Kriterienkatalog 2025 bis 2030 der Deutschen Hotelklassifizierung. Der vollständige Katalog umfasst außerdem Kriterien zu Rezeption, Service, Gastronomie und Tagung.

Für ein Haus, das seine Zimmerbeschreibungen überarbeitet, ist diese Liste ein guter Ausgangspunkt: was nach Katalog ohnehin da sein muss, muss nicht als Besonderheit verkauft werden. Interessant ist umgekehrt das, was darüber hinausgeht.

Suite und Juniorsuite

Über diese Grenze streiten Gäste und Häuser gleichermaßen. Nützlich zu wissen ist, dass die Grenze weder die Fläche noch der Preis ist.

Suite: was das bedeutet

Eine Suite besteht aus mindestens zwei Räumen, wobei das Schlafzimmer durch eine Wand oder eine Tür vom Wohnbereich getrennt ist. Diese Trennung ist die Definition: ohne sie bleibt es ein Zimmer, egal wie groß.

Das zählt mehr, als es klingt. Eine Familie, die eine Suite bucht, damit die Kinder schlafen können, während die Eltern noch wach sind, kauft diese Wand und nicht die zusätzlichen Quadratmeter. Ein sehr großes Deluxe-Zimmer mit Sessel löst dasselbe Problem nicht, auch wenn es gleich viel kostet.

Juniorsuite und Doppelzimmer: der Unterschied

Eine Juniorsuite ist ein großes Zimmer mit einem erkennbaren Wohnbereich, aber ohne Wände, die ihn vom Bett trennen. Es bleibt ein einziger Raum. Gegenüber der Suite fehlt genau das, was die Suite ausmacht.

Gegenüber einem gewöhnlichen Doppelzimmer ist der Unterschied dagegen deutlich: mehr Fläche, eine Sitzgruppe statt eines einzelnen Sessels, oft ein größeres Bad. In der Preisleiter steht die Juniorsuite zwischen Deluxe und Suite, und in vielen deutschen Häusern ist sie die höchste verfügbare Kategorie.

Die schnelle Regel: sieht man vom Sofa aus das Bett, ohne aufzustehen, ist es eine Juniorsuite.

Bezeichnungen, die keine Zimmertypen sind

Mehrere Wörter, die neben dem Zimmernamen auftauchen, beschreiben nicht das Zimmer, sondern die Aussicht, eine Leistung oder die Verkaufsbedingung. Sie auseinanderzuhalten verhindert, dass die Typenliste unnötig wächst.

Meerblick, mit Balkon, Verbindungszimmer

Das sind Merkmale, keine Typen. Sie gehören als Attribute an ein bestehendes Zimmer, außer sie rechtfertigen wirklich einen anderen Preis und ein eigenes Kontingent. Verbindungszimmer sind die Ausnahme, die eigene Verwaltung verdient, weil ihr Wert für Familien hoch ist und ihre Verfügbarkeit von zwei Zimmern gleichzeitig abhängt.

Barrierefreies Zimmer

Das barrierefreie Zimmer ist eine funktionale Kategorie mit konkreten technischen Anforderungen: Türbreite, Bewegungsflächen, Ausstattung des Bads. In Deutschland kommen die Parameter aus der DIN 18040, und die Klassifizierung führt Barrierefreiheit als eigenen Kriterienblock.

Es gehört als eigener Typ ins System und wird mit Zahlen beschrieben. Wer darauf angewiesen ist, sucht Maße und keine Adjektive.

Run of House und Upgrade

Run of House ist eine Rate, kein Zimmer: der Gast zahlt weniger, und das Haus weist bei der Anreise zu, was frei ist. Upgrade heißt, eine höhere Kategorie als gebucht zu bekommen, üblicherweise ohne Aufpreis.

Das Upgrade ist zugleich eines der einfachsten Instrumente im Revenue Management, wenn es zum richtigen Zeitpunkt angeboten wird: bei der Bestätigung oder am Vortag der Anreise, mit klarem Preis. An der Rezeption angeboten, wenn der Gast müde ist und die Karte schon in der Hand hält, funktioniert es deutlich schlechter.

Zimmertypen im System richtig anlegen

Bis hierher ging es um Vokabular. Ab hier geht es um Konfiguration, und dort fangen Zimmernamen an, Geld zu kosten.

Die Unterscheidung, die alles trägt, ist eine einzige: der Zimmertyp ist das, worin der Gast schläft, die Rate ist die Bedingung, zu der Sie es verkaufen. Zwei verschiedene Achsen.

Wer sie vermischt, legt DZ Nicht erstattbar als eigenen Zimmertyp an. Ab da existieren dieselben physischen Zimmer zweimal im System, jedes mit eigenem Kontingent, und jemand muss das täglich von Hand abgleichen. Richtig ist ein Typ mit mehreren Raten, die alle aus demselben Bestand ziehen. Jedes ernsthafte Hotelprogramm ist um diese Unterscheidung herum gebaut, und ein Channel Manager trägt sie auf die Portale, ohne dass Sie die Arbeit dreimal machen.

Zimmertyp gegen Rate: ein Typ mit gemeinsamem Kontingent gegen drei doppelt angelegte Zimmertypen
Dieselben zehn Zimmer, zweimal konfiguriert. Rechts drei Typen mit drei getrennten Kontingenten, die sich nicht von selbst abgleichen.
Regeln, die sich bewährt haben

  • Ein Typ existiert, wenn er ein eigenes Kontingent hat. Werden zehn Zimmer zu drei Bedingungen verkauft, ist der Typ einer und die Raten sind drei.
  • Der Name trägt die Bettenanordnung. Zweibettzimmer statt Doppelzimmer, und die Bettbreite, wenn sie relevant ist.
  • Drei bis vier Kategorien reichen fast immer. Jede weitere vervielfacht Fotos, Beschreibungen, Übersetzungen und Aktualisierungen auf jedem Portal.
  • Die Maximalbelegung wird ehrlich gesetzt. Ein Doppelzimmer mit Schlafsofa ist kein Vierbettzimmer, und vier einzutragen, wo zwei Platz haben, bringt Ärger bei der Anreise, keine zusätzlichen Buchungen.
  • Die Typen werden auf die Codes der Portale gemappt. Booking.com, Expedia und die anderen haben eigene Listen: stimmt das Mapping nicht, sieht der Gast ein Zimmer und bucht ein anderes.

Sind die Typen sauber angelegt, wird alles Weitere einfacher: das Buchungssystem zeigt, was es wirklich gibt, die Zimmerliste entsteht von selbst, und die Etage weiß, was sie in jedem Zimmer erwartet, ohne nachzufragen.

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Häufige Fragen

Was bedeutet Superior-Zimmer?
Superior bedeutet, dass das Zimmer im selben Haus eine Stufe über dem Standardzimmer liegt. Der Unterschied ist meist die Größe, die Etage, die Aussicht oder ein besseres Bad. Es gibt keine allgemeingültige Definition, weshalb ein Superior-Zimmer in einem Haus etwas völlig anderes sein kann als in einem anderen. Vergleichbar sind nur die Quadratmeter und die Bettbreite.
Was ist besser, Superior oder Deluxe?
In der großen Mehrheit der Häuser steht Deluxe über Superior, ist also größer und teurer. Eine Minderheit dreht die Reihenfolge um, und offiziell festgelegt ist keine von beiden. Statt nach dem Wort zu gehen, lohnt sich der Blick auf vier Angaben: Quadratmeter, Bettbreite, Etage und Ausrichtung sowie die Ausstattung des Bads.
Was bedeutet Deluxe-Zimmer?
Ein Deluxe-Zimmer liegt über dem Standardzimmer und in den meisten Häusern auch über dem Superior. Üblich sind mehr Fläche, bessere Ausstattung und oft ein Sitzbereich. Der Begriff ist von niemandem definiert, also kann ein Deluxe-Zimmer im Drei-Sterne-Haus kleiner sein als ein Standardzimmer im Fünf-Sterne-Haus. Es bleibt in jedem Fall ein einziger Raum: mit trennender Wand hieße es Suite.
Was bedeutet Doppelzimmer?
Ein Doppelzimmer ist ein Zimmer für zwei Personen mit einem großen Bett ab 140 cm. Das Zweibettzimmer hat dagegen zwei getrennte Einzelbetten. Deutsch unterscheidet beides sauber, in Übersetzungen von internationalen Portalen geht die Unterscheidung aber oft verloren, weil dort beides Doppelzimmer heißt. Im Zweifel die Bettenzeile lesen, nicht den Zimmernamen.
Was ist der Unterschied zwischen Doppelzimmer und Zweibettzimmer?
Das Doppelzimmer hat ein durchgehendes Bett, das Zweibettzimmer zwei getrennte Einzelbetten. Die Belegung ist gleich, der Preis meist auch, die Nacht ist eine andere. Es gibt zusätzlich Zimmer mit zusammenschiebbaren Betten, die beides können: das ist die flexibelste Variante für ein Haus, weil dasselbe Zimmer an ein Paar und an zwei Kollegen verkauft werden kann.
Was ist ein Twinzimmer?
Twin ist der englische Begriff für das Zweibettzimmer mit zwei getrennten Einzelbetten. Auf Portalen erscheint es als twin room. Steht dort twin double oder Hinweis auf zusammenschiebbare Betten, wird die Anordnung erst bei der Buchung oder bei der Anreise festgelegt.
Was bedeutet Superior Doppelzimmer?
Der Name enthält zwei unabhängige Angaben. Superior ist die Kategorie, also die Position auf der Leiter dieses Hauses. Doppelzimmer ist die Belegung mit einem großen Bett. Ein Superior Zweibettzimmer wäre dasselbe Zimmer mit zwei getrennten Betten und kostet fast immer gleich viel, weil die Kategorie dieselbe ist. Abgekürzt findet man das auch als DZ Superior.
Was ist der Unterschied zwischen Juniorsuite und Doppelzimmer?
Die Juniorsuite ist deutlich größer und hat einen erkennbaren Wohnbereich mit Sitzgruppe, oft auch ein größeres Bad. Sie bleibt aber ein einziger Raum, ohne Wand zwischen Bett und Wohnbereich. In der Preisleiter steht sie zwischen Deluxe und Suite. Ein gewöhnliches Doppelzimmer hat weder die Fläche noch den abgegrenzten Wohnbereich.
Was bedeutet Juniorsuite?
Eine Juniorsuite ist ein großes Zimmer mit Wohnbereich, aber ohne trennende Wand: gegenüber der echten Suite fehlt genau das, was die Suite definiert. Die schnelle Regel lautet, dass es eine Juniorsuite ist, wenn man vom Sofa aus das Bett sieht, ohne aufzustehen. In vielen deutschen Häusern ist sie die höchste verfügbare Kategorie.
Was ist ein Executive Room auf Deutsch?
Executive Room bezeichnet ein Zimmer, das auf Geschäftsreisende zugeschnitten ist: echter Schreibtisch, Steckdose am Bett, gute Beleuchtung, manchmal Zugang zu einer Executive Lounge mit Frühstück und Getränken. Eine feste Kategorie ist es nicht, die Ausstattung unterscheidet sich von Haus zu Haus. Im Deutschen findet man dafür auch Businesszimmer.
Wie groß muss ein Hotelzimmer in Deutschland sein?
Es gibt keine vorgeschriebene Mindestfläche mehr. Früher galten Werte von 12 m² für das Doppelzimmer im Ein-Sterne-Haus bis 26 m² im Fünf-Sterne-Haus, für klassifizierte Häuser sind sie nicht mehr bindend. Im aktuellen Kriterienkatalog bringt die Zimmergröße Punkte, ab 14 m² zehn und ab 30 m² dreißig, ist aber für keine Kategorie Pflicht. Die einzige verlässliche Angabe sind die Quadratmeter, die das Haus selbst nennt.
Welche Ausstattung muss ein Hotelzimmer haben?
Nach der Deutschen Hotelklassifizierung ab einem Stern Schreibtisch, WLAN und Haartrockner auf Wunsch. Ab zwei Sternen kommen ein Schreibtisch mit Arbeitsfläche und Netzsteckdose, Leselicht am Bett und eine Minibar oder ein alternatives Getränkeangebot dazu. Ab drei Sternen ein Sessel mit Beistelltisch und ein Haartrockner im Zimmer, ab vier Sternen ein zusätzlicher Sessel im Doppelzimmer. Jede Kategorie erbt die Anforderungen der darunterliegenden.
Quellen

  • Deutsche Hotelklassifizierung, Kriterienkatalog 2025 bis 2030, Kriterien 60 bis 63 zur Zimmergröße und zimmerbezogene Pflichtkriterien. Abgerufen am 27. August 2026
  • Frühere DEHOGA-Mindestgrößen für Hotelzimmer, für klassifizierte Häuser nicht mehr bindend. Abgerufen am 27. August 2026
  • Booking.com, Partnerdokumentation zur Einrichtung von Zimmern und Liste der Zimmertyp-Codes. Abgerufen am 27. August 2026
  • Standardmaße von Matratzen je Markt: Herstellerangaben für Deutschland, Großbritannien und die USA. Abgerufen am 27. August 2026

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